Weil Speikinder nicht unbedingt Gedeihkinder sind
Die Generation der jungen Eltern heute ist noch damit aufgewachsen, daß Speikinder Gedeihkinder seien – Babies, denen der Mageninhalt immer wieder hochkommt. Das kann aber durchaus weh tun..
Viele von uns "Großen" kennen Sodbrennen, eines der häufigsten Symptome von Reflux, aus der Zeit der Schwangerschaft, oder aber von der Zeit nach Festen, wenn zuviel und zu fett gegessen und auch getrunken wurde..
Aber bei Kindern? Auch schon in ganz jungen Jahren?
Ja, auch schon in jungen Jahren.
Eigentlich sogar noch in jungen Jahren – denn die meisten Babies zeigen im ersten Lebensjahr gastroösophagealen Reflux. So nennt man das Zurückfließen von Mageninhalt in die Speiseröhre. Nur daß er sie selten krank macht, weil der Mageninhalt nicht so sauer ist. Ihr Schließmuskel muß erst noch reifen, der Winkel zwischen Magen und Speiseröhre muß sich noch ändern – bei den allermeisten ist dies mit einem Jahr abgeschlossen.
Aber Babies und Kinder, die Schmerzen bei der Nahrungsaufnahme haben, häufig sich verkutzen und viel erbrechen – das macht krank. Und das müssen wir ernst nehmen.
Die 7 Hauptsymptome, an denen Sie krankmachenden Reflux beim Kind erkennen:
- Häufiges Hochkommen von Nahrung tw bis zum Erbrechen
- Schlechter Mundgeruch
- Auffallend häufiges Rülpsen
- Bauchschmerzen
- Gedeihstörung
- Weinen beim Flascherl trinken
- Häufige Atemwegsinfekte
Und die zusätzlichen fünf Zeichen bei Erwachsenen und Jugendlichen – nicht, weil sie beim kleinen Kind nicht vorkommen, sondern weil sie bei älteren leichter erkennbar sind:
- Häufiger Schluckauf
- Sodbrennen
- Schlechter Geschmack auf der Zunge
- Karies
- Wiederkehrende Kelhkopfentzündungen
Sie sehen schon, Reflux hat viele Gesichter und ist eine sehr unangenehme Erkrankung. Sie ist einerseits durch eine Unreife oder Fehlfunktion des Schließapparates, welcher zwischen Speiseröhre und Magen liegt, andererseits aber auch durch zu hohen Durck im Bauch und/ oder durch einer Fehlanlage des Magenwinkels bedingt.
Die Magensäure, welche beim Reflux mit dem Speisebrei in die Speiseröhre fließt, ist die stärkste Säure in unserem Körper mit einem pH von 1-2. Etwas so Saures kann auf Dauer selbst verdünnt die empfindliche Schleimhaut der Speiseröhre verätzen! Das führt in schlimmen Fällen zu Gedeihstörung bei Schwierigkeiten in der Ernährung, Schmerzen und Verengungen.
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Und in jedem Fall: ein Beratungsgespräch kann klären, ob eine weiterführende Diagnostik durchgeführt werden muß. Gerne können wir in einem persönlichen Gespräch klären, wie wir Ihnen undIhrem Kind am besten helfen können!